Online-Sparen beim Bücherkauf

Der Internetbuchhandel boomt, im vergangenen Jahr erwirtschaftete er in Deutschland 1,35 Milliarden Euro, das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Dagegen ist der Umsatz im herkömmlichen Buchhandel, nach Angaben des Börsenvereins des Buchhandels um 3 Prozent zurückgegangen. In größeren Städten wird das Geschäft von Ketten wie Thalia, Hugendubel oder auch Weltbild bestimmt. Kleinere Händler können Kunden nur über Nischenprodukte und besonderen Service gewinnen. Aufgrund der Buchpreisbindung in Deutschland lässt sich beim Kauf eines Buches auch online kein Geld sparen. Es sei den man greift auf gebrauchte Exemplare zurück.

Und trotzdem wird der Buchhandel auch insgesamt vom Internet-Giganten Amazon dominiert. Der 1994 gegründete Anbieter, der seit 1998 hierzulande seine Angebote im Netz feilbietet, publiziert zwar keine Geschäftszahlen für Deutschland. Experten nehmen an, dass Amazon.de 2010 eine Milliarde Euro Umsatz nur mit Büchern machte. Tatsächlich ist es so, dass man aus dem riesigen Sortiment online Zeit sparen kann. Bequem von zuhause aus sucht man nach einem Buch oder Werken seines Lieblingschriftstellers und umgeht so volle Städte, lästige Parkplatzsuche oder überfüllte öffentliche Verkehrsmittel. Man lässt sich das gewünschte Buch einfach kostenlos nach Hause schicken und kann so online Zeit sparen. Im Normalfall erhält man das Objekt der Begierde schon nach 24 Stunden.

ebooks

Gerade beim Thema Bücher hat sich jedoch in den letzten Jahren ein neuer Trend herauskristallisiert. Die sogenannten ebooks laufen der gebundenen Version mehr und mehr den Rang ab. Der Internet-Buchhändler Amazon, der seit 2007 mit dem Kindle ein eigenes Lesegerät für elektronische Bücher vertreibt, vermeldete 2007 nach den Feiertagen erstmals mehr E-Books als gebundene Bücher verkauft zu haben. Die beschenkten Kindle-Neunutzer hatten sich offenbar noch unter dem Weihnachtsbaum mit reichlich Lesestoff für ihre Reader eingedeckt. Auch wenn der Ansturm zunächst nur kurze Zeit dauerte, haben sich die Verhältnisse mittlerweile zumindest in den USA dauerhaft umgekehrt. Nachdem die E-Books Anfang 2011 auch die Taschenbücher überflügelt haben, hat sich bei Amazon in den ersten Monaten diesen Jahres ein Verhältnis von 100 gedruckten Büchern zu 105 digitalen Ausgaben ergeben. Hierzu tragen natürlich auch die E-Book-Reader anderer hersteller und nicht zuletzt das iPad von Apple bei.

Mit diesem neuen Medium lässt sich online nicht nur Zeit sparen, sondern auch natürliche Ressourcen und Platz im Gepäck.

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